RESONANT . HEART . AETHER . ENERGETICS

In einem Familiensystem (Sozialsystem, Organisation) wirken spezifische Ordnungsprinzipien, die Hellinger als Ursprungsordnung und als Ordnungen der Liebe (Orders of Love) bezeichnet. Hellinger spricht in diesem Zusammenhang von unhinterfragbaren phänomenologischen Beobachtungen.

[Anm.: Es ist keineswegs notwendig, sich Hellingers kategorischen Deutungen vollständig anzuschließen - die Methode der Systemischen Aufstellung wurde durch diese Diskussion in der Öffentlichkeit oft in Misskredit gebracht. Es genügt allenthalben, die Prinzipien zu begreifen.]

Die Ordnungen der Liebe wurden in den 1980er Jahren von Bert Hellinger entworfen, als er Familienaufstellungen aus den Strängen der systemischen Familientherapie, der existenziellen Phänomenologie und der Zulu-Ahnenverehrung synthetisierte. Sie sind nach wie vor die wichtigsten Leitlinien, um systemische Verstrickungen zu lösen und in Aufstellungen auf heilende Ressourcen zuzugreifen.

Die Ordnungen der Liebe beschreiben, wie Struktur, Austausch und Begehren evolutionäre und konservative Kräfte in menschlichen Systemen zu regulieren suchen. Vereinfacht ausgedrückt lauten sie:

1. Jeder, der einem System angehört (sich ihm verbunden fühlt), hat gleiche Rechte an ihm.

2. Menschliche Systeme streben nach einem Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen in Beziehungen.

3. Menschliche Systeme sind durch Hierarchie und Rangordnung geordnet.

Aufstellungen veranschaulichen das Zusammenspiel zweier Urkräfte: Leben und System.

Leben ist die Kraft, die Organismen belebt – es bewegt den Atem, lässt das Blut zirkulieren und strebt danach, den Tod fernzuhalten. Es ist radikal und expansiv, wie ein Pfeil. Das Leben bewegt sich unaufhaltsam vorwärts. Sein Anliegen ist der animalische genetische Imperativ zu atmen, zu essen, sich fortzupflanzen, zu lieben, zu lachen und einen Orgasmus zu erleben. Das System ist eine Kraft, die Ordnung aus Chaos schafft – es gibt dem Glukosemolekül seine Form und dem C-Ton seine Klangfülle im Ohr. Es ist exklusiv, konservativ und bindend, wie ein Kreis. Das System ist ein sich ständig verändernder Behälter, der darauf bedacht ist, seine Elemente miteinander zu verbinden und auszurichten. Leben (belebter Organismus) überlebt und vermehrt sich durch gerichtete Bewegung im Streben nach Austausch. Das System erhält Form und Funktion aufrecht. Sie interagieren als fundamentale Polaritäten: eine konservative oder kontraktive, die die Struktur erhält, und eine evolutionäre oder expansive, die sie verändert.

Die Dimension der Ahnen:
Die Psyche
, die unsere Vorfahren mit einschließt

„Oftmals scheint es, als gäbe es innerhalb einer Familie ein unpersönliches Karma, das von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird.
Mir kam es immer so vor, als müsste ich Fragen beantworten, die das Schicksal meinen Vorfahren gestellt hatte und die noch unbeantwortet
geblieben waren, oder als müsste ich Dinge vollenden oder vielleicht fortsetzen, die frühere Generationen unvollendet gelassen hatten.“

„Nichts stört die Toten, weder elektrisches Licht noch Telefon. Zudem werden die Seelen meiner Vorfahren durch die Atmosphäre des
Hauses genährt, da ich für sie die Fragen beantworte, die ihr Leben einst hinterließ. Ich versuche, so gut ich kann, grobe Antworten zu
finden. Ich habe sie sogar an die Wände gezeichnet. Es ist, als ob eine stille, größere Familie, die sich über die Jahrhunderte erstreckt, das
Haus bevölkerte.“

― Carl G. Jung

Diese Passage offenbart einen weiteren wesentlichen Aspekt von Jungs Verständnis: Die Psyche ist nicht nur in der natürlichen Welt verbreitet, sondern erstreckt sich auch über die Zeit. Unser psychisches Leben ist untrennbar mit dem Leben unserer Vorfahren verbunden. Für Jung lebten die Vorfahren nicht als buchstäbliche Geister, sondern als prägende Präsenzen, Fragen, unvollendete Muster und Tendenzen, die in der kollektiven Psyche fortleben.

Die Grundstrukturen in Hellingers Theoriekonzept:

Hellinger selbst unterscheidet drei Bedingungen für menschliche Beziehungen, auf die das Gewissen als systemisches Sinnesorgan mit Schuld und Unschuld reagiert. Diese drei Bedingungen sind Bindung (Belonging), Ursprungsordnung (Orders of Love) und Ausgleich von Geben und Nehmen (Equality); sie korrelieren miteinander, d.h. sie bedingen sich wechselseitig und lassen so Schuld und Unschuld unterschiedlich erleben. Schuld und Unschuld wird in der Regel nur in Beziehung erfahren und innerhalb des Systems der Zugehörigkeit, das wiederum durch bestimmte Werte geprägt ist. Beispiel: Ein Soldat fühlt sich unschuldig während er mordet. Das Gewissen (Conscience) bindet uns an die für das Überleben wichtige Gruppe - was immer die Bedingungen sind, die sie uns setzt. Es steht nicht über dieser Gruppe und nicht über ihrem Glauben oder Aberglauben. Es steht in ihrem Dienst.

Die Bindung (Belonging)

Ein Kind fügt sich fraglos in die Ursprungsgruppe und wird von ihr geprägt. Diese Bindung erlebt das Kind als Liebe und als Glück, wie immer die Bedingungen dieser Bindung sind. Das Kind weiß, dass es dazugehört, dieses Wissen und diese Bindung ist Liebe - Urliebe und primäre Liebe. Das Kind opfert um dieser Bindung willen unter Umständen sogar sein eigenes Glück.

Die Ursprungsordnung (Ordnungen der Liebe | Order of Love)

Alle länger dauernde Beziehungen entwickeln Normen und Riten, Regeln und Tabus, die verbindlich für alle Mitglieder des Systems gelten. Aus der Beziehung entwickelt sich dergestalt ein komplexes System mit Ordnung und Struktur. Man kann zwischen einer vordergründigen und vereinbarten bzw. einer hintergründigen und unvereinbarten Ordnung differenzieren. In sozialen Systemen besteht eine Ordnung, die auf die Systemmitglieder eine bestimmte Wirkung ausübt. Diese Ursprungsordnung hängt vom Zeitpunkt des Eintretens in das System ab. Systemmitglieder, die früher in das System eingetreten sind (z.B. Eltern), haben einen höheren Rang, als später dazugekommene Mitglieder (z.B. Kinder). Wird diese vorgegebene Ursprungsordnung akzeptiert, gelingen die Beziehungen, andernfalls ergeben sich Störungen. Diese Störungen belegen symptomatisch, dass sich ein Systemmitglied in einer ihm nicht gemäßen Position befindet und gegen die Gesetzmäßigkeiten im System verstößt. Hellinger spricht hier auch von “verdeckter Anmaßung” als Zeichen systemischer Verstrickung (Die systemische Verstrickung ist ein Grundprinzip der Störung). Aus dieser Anmaßung oder Fehlposition im System folgt häufig die Dynamik unbewusster Bestrafung, die eine Wiederherstellung des gestörten Gleichgewichts intendiert. Im therapeutischen Kontext wird durch ein Ritual angemessen respektvolles Verhalten geübt und die gestörte Ursprungsordnung wieder in Kraft gesetzt, so dass die Tendenz zu unbewussten Bestrafungen unterbrochen werden kann.

Die Suche nach Zugehörigkeit (Belonging): Hellinger betont weiter die unabdingbare Notwendigkeit und Bestrebung eines jeden Menschen zu einem System zuzugehören.

Ein Nicht-Würdigen, ein Ausblenden oder Ausschließen gewisser Personen aus dem System führt hingegen zur Dynamik der Identifikation: "Wenn eine Figur im System ausgeklammert wurde, kommt es oft dazu, dass ein Späterer im System sich unbewusst mit dem nicht Gewürdigten identifiziert und ihn oder sie nachahmt, oft verschlüsselt in (schwerer) Symptomatik."

Dieser Lösungsversuch geschieht jedoch an der falschen Stelle. Die Identifikation führt zur Störung der Ursprungsordnung und bedeutet eine Anmaßung. Die Anmaßung besteht darin, für einen anderen etwas lösen zu wollen und darum dessen Platz einzunehmen. Statt der Identifikation muss der Ausgeschlossene würdigend angeschaut werden und einen Platz im Herzen erhalten. D.h. die Liebe und die Bindung z.B. des Kindes zum System (Schicksalsbindung | Enntanglement) muss in die heilende Kraft der Ursprungsordnung zurück gelangen.

Symbolisches Trauma | “Aus Liebe trittst Du ein, aus Liebe trittst Du aus.”

Jedes Kind und jeder Erwachsene hat grundlegende Bedürfnisse, wie zum Beispiel:

  • Geborgenheit

  • Wärme

  • Körperkontakt

  • Gehaltensein

  • Gesehen zu sein

  • Verstanden zu sein

  • Unterstützung zu erhalten

  • Willkommengeheißen sein


Folgendes wären Anzeichen eines symbiotischen Traumas:

  • Meine Familie war als Kind nicht für mich da.

  • Meine Eltern waren keine guten Eltern.

  • Mein Vater hat mich ignoriert.

  • Meine Mutter war eine Last.

  • Ich habe Angst, alles zu verlieren.

  • Meine Geschwister kümmern sich nur um sich selbst.

  • Ich möchte diesem Leben entfliehen.


Wenn sich die Muster der unglücklichen Kindheit und die Brüche in Ihrer Familiengeschichte wiederholen, fällt man möglicherweise wieder auf dieselben Überlebensstrategien zurück, die einen zwar geschützt, aber gleichzeitig die Selbstentfaltung unterdrückt haben.

  • Übermäßig nett und süß sein, ständig nach Anerkennung suchen und übertriebene Komplimente verteilen

  • Andere aus der Distanz ablehnen, verurteilen und bewerten

  • Meine Gefühle verbergen und/oder die Wahrheit über meine Gedanken, Gefühle und Wünsche verdrängen

  • Mich zurückziehen und darauf warten, dass mich jemand fragt, was los ist

  • Mich für „besser“ oder „über allem erhaben“ halten

  • So tun, als bräuchte ich niemanden

Es ist ein großes Geschenk für ein Kind, eine glückliche Mutter und einen unterstützenden Vater zu haben. Doch Elternsein ist meist keine so glückliche Erfahrung. Es ist schmerzhaft, sowohl wegen der körperlichen Anstrengung der Kinderbetreuung als auch, weil Eltern emotional unter den Problemen ihrer Kinder leiden und eventuell die Demütigungen oder Unterdrückungen des größeren Systems ertragen müssen. Die Falle für Kinder besteht darin, dass ihr Wunsch nach einer glücklichen Mutter oder einem glücklichen Vater sie dazu verleitet, ihre Eltern glücklich machen zu wollen, indem sie entweder endlos versuchen, ihnen zu gefallen, oder sich in den Ursachen ihres Leids verstricken und versuchen, in ihre Herzen einzudringen, um ihren Schmerz zu heilen und ihre angeborene Fähigkeit zur liebevollen und tröstenden Fürsorge wiederherzustellen. Sobald unser eigenes Glück vom Glück unserer Eltern abhängt, sind wir verloren.

Der Ausgleich von Geben und Nehmen

Beständiger Ausgleich von antagonistischen Tendenzen ist Merkmal lebender Systeme. In sozialen Systemen findet dieses Gesetz im Wechselspiel des Ausgleichs von Geben und Nehmen seinen Niederschlag. Das Bedürfnis nach diesem Ausgleich ermöglicht in menschlichen Systemen Austausch als herstellende und erlebende Regulation von Gerechtigkeit. Durch Herstellung eines Ausgleichs kann eine Beziehung an ein Ende kommen. Von einem anderen etwas zu nehmen setzt uns selbst unter einen gewisse Druck, wir verlieren diesem gegenüber unsere Unabhängigkeit um diese wiederzuerlangen und den Druck abzubauen, muss etwas zurückgegeben werden. Oft jedoch zuviel, so dass ein analoges Verfahren in umgekehrter Richtung in Gang kommt. Das Glück einer Beziehung richtet sich nach dem Umsatz von Nehmen und Geben. Je höher der Gesamtumsatz von Geben und Nehmen, desto höher das Glück der Beziehung. Dieser hohe Umsatz ist mit der Freude der Fülle verbunden. Er ist assoziiert mit Gefühlen von Leichtigkeit, Gerechtigkeit und Frieden. Durch die Erhöhung des Umsatzes erhöht sich ebenfalls die gegenseitige Bindung. Wer Freiheit, d.h. seine Unabhängigkeit, sucht, muss dem Umsatz von Geben und Nehmen möglichst niedrig halten. Im Helferideal unterbleibt der Austausch von Geben und Nehmen. Nach der Vorstellung, der andere soll sich lieber verpflichtet fühlen, hält der Gebende lieber den Anspruch aufrecht, als sich vom anderen etwas geben zu lassen. Diese Haltung ist jedoch an sich beziehungsfeindlich, denn mit dem, der ständig gibt, ohne zu nehmen, will ich über längere Zeit nichts mehr zu tun haben, weil die Beziehung aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der Gebende hält an seiner Überlegenheit fest und verweigert dem Nehmenden die Ebenbürtigkeit. Für Beziehungen ergibt sich daraus ein Maß: Nicht mehr zu Geben, als man selbst zu nehmen bereit ist, und nicht mehr, als der andere zu geben fähig ist. Umgekehrt funktioniert die Haltung bzw. die Weigerung, nicht nehmen zu wollen, d.h. seine Unschuld zu bewahren, ebenfalls zu Schwierigkeiten. Sich zu nichts zu verpflichten führt zu Leben auf Sparflamme, zu Leere und Unzufriedenheit.

Ausgleich von Geben und Nehmen kann nur unter prinzipiell Ebenbürtigen vonstatten gehen. Kinder hingegen können ihren Eltern nichts Gleichwertiges zurückgeben. Der Wunsch der Kinder nach Ausgleich bleibt unaufhebbar, das Gefälle von Geben und Nehmen wird durch das, was Kinder den Eltern bzw. Schüler den Lehrern zurückgeben allenfalls abgemildert. Die Schuld der Kinder bleibt jedoch bestehen, daher kommen Kinder auch nicht von ihren Eltern los. "So wird die Bindung der Kinder an die Eltern durch das Bedürfnis nach Ausgleich, gerade weil es unerfüllbar bleibt, zusätzlich gefestigt und gestärkt." Das herausdrängen der Kinder aus dieser Verpflichtung fördert bei der Trennung von den Eltern den Prozess der Ablösung. Der Ausweg aus dem Dilemma des nicht vollziehbaren Ausgleichs besteht in der Weitergabe des Bekommenen an die eigenen Kinder, an die nächste Generation, in einem Engagement für andere. Wer so verfährt kommt in die Lage, viel von den Eltern nehmen zu können. Auch in anderen Beziehungen gilt das für die Kinder-Eltern Beziehung Dargestellte. Bei nicht, bzw. nicht angemessenem Ausgleich durch Austausch oder Zurückgeben können wir uns von Verpflichtung und Schuld dadurch entlasten, wenn wir von dem Empfangenen weitergeben. Daneben tritt der Dank als weitere Möglichkeit des Ausgleichs von Geben und Nehmen. Dank, als freudige Annahme des Gegebenen, ist eine hohe Würdigung des Anderen. Es ist nicht ein sich Drücken vor eigenem Geben sondern oft die letzte, die einzige Möglichkeit und dem Nehmen angemessene Antwort. In diesem Verhalten wird neben dem Ausgleich die elementare Liebe als Bedürfnis der Mitglieder des sozialen Systems transparent. Die Liebe begleitet das Nehmen als Ausdruck. Sie verdeutlicht: Ich nehme es von dir als Geschenk und weiß, ich kann es nicht zurückgeben, im Annehmen des Dankes wird deutlich, deine liebe und die Anerkennung meines Geschenks sind mir mehr wert als ein Ausgleich für das Gegebene.

Schuld nimmt dann schicksalhafte Ausmaße an, wenn jemand so großen Schaden genommen hat, dass Ausgleich nicht mehr im Sinn von Ersatz möglich ist. Sühne kann keinen wahren Ausgleich schaffen, es bleibt nur die Anerkennung, der Ohmacht und die Unterwerfung. Geben und Nehmen sind in Beziehungen gegenseitig förderlich und verbinden im Guten. Umgekehrt funktioniert der Ausgleich aber ebenso im Negativen. Hier trachtet der Austausch danach zu Schaden und Leid anzutun, oft im Sinne von Eskalation.

Die Antwort ist etwas härter, etwas größer als das selbst Erlittene. Frieden und Versöhnung wird aber erst möglich, wenn der Ausgleich etwas weniger groß ist, wenn die Vergeltung kleiner ausfällt als das erlittene Unrecht. Dann wird nicht nur der Gerechtigkeit Genüge getan, sondern auch der Liebe.

Nach der Tat bleibt auch das Opfer selten wehrlos. Das Recht, Sühne einzufordern und der Schuld ein Ende zu setzen ermöglicht einen neuen Anfang der Beziehung. Wo Unschuldige auf dieses Recht jedoch verzichten und es stellvertretend ausgeübt wird, gibt es bald mehr Opfer und Böses als vorher. Schnelles Verzeihen als Ersatz für eine fällige Auseinandersetzung, deckt den Konflikt zu und verschiebt ihn, statt ihn zu lösen. Wer mit dem Anspruch moralischer Überlegenheit dem Schuldigen verzeiht und diesem die Schuld erlässt, dann wird der Sünder gehen, da zwischen beiden keine Ebenbürtigkeit mehr hergestellt werden kann. Wirkliche Versöhnung erfolgt hingegen nur über den Anspruch auf Wiedergutmachung. Dazu besteht um des Erhalts der Beziehung willen eine Verpflichtung. Von Seiten des Schuldigen besteht ebenfalls nicht nur die Pflicht, die Folgen seiner Tat zu tragen, sondern auch das Recht darauf Die Struktur des Ausgleichs, die für das Gelingen von Beziehungen verantwortlich ist, wird oft unzulässig über den Kontext der Beziehung hinaus angewandt und übertragen.

Die Weigerung, das eigene Glück anzunehmen, weil das Schicksal eines Familienmitglieds im Weg steht, Symptome auf Kosten eines anderen zu leben etc. sind dafür typisch. Sie führen zu einer krankmachenden Dynamik die gleichwohl kausal wie eine innere Entlastung wirkt. Auf diese Art von Ausgleich kann verzichtet werden, wenn es gelingt, auf einer Meta-Ebene der Druck nach Ausgleich abgebaut werden kann. Die Position, einen Ausgleich herstellen zu wollen ist anmaßend, demütig das eigene Leben und Glück als Geschenk anzunehmen, ohne dafür zu bezahlen ist die Lösung.

"Es entsteht also Verwirrung, wenn etwas Gültiges über den Kreis hinaus angewandt wird, in dem es sinnvoll ist." Dieser Dank für das Geschenk ist eine innere Haltung, es geht nicht auf irgendetwas oder zu irgendjemand hin. Sühne ist der Versuch eines Ausgleichs, der blind und triebhaft, ohne Steuerung geschieht. Das Kind, bei dessen Geburt seine Mutter gestorben ist, weiß um seine Unschuld, niemand wird von ihm Rechenschaft fordern, dennoch lastet der Druck von Schuld auf ihm und führt häufig in destruktive Dynamik. Sie endet oft mit dem stellvertretenden Tod eines anderen Familienmitglieds, dass mit Selbstmord diese Schuld ausgleichen will.

Die Form des Ausgleichs ist folgende: “Einer geht, zum Ausgleich muss ein anderer gehen. Dadurch wird das erste Schicksalhafte Ereignis quasi ausgeklammert (Tod im System). Versöhnung und Frieden erfolgt hingegen über die Achtung des Opfers. Ihm zum Andenken wird das Leben als Geschenk angenommen und zum Motor und zur Kraft für eigene Taten. Gegen eigenes schicksalhaftes Schlimmes zu hadern und gegen nicht Veränderbares aufzubegehren bindet Kraft indem ich nach dem Schuldigen suche. Das Schicksal funktioniert jedoch nicht nach dem Schema des Ausgleichs und ignoriert unser Denken in Ansprüchen. Ein Sich-Fügen und sich Unterwerfen in diese übermächtigen Zusammenhänge löst die Bindung. Es ist das Verhalten der Demut.”

"Sie erlaubt es mir, ein Leben und mein Glück so zu nehmen, wie es mir zufällt und solange es dauert, unabhängig von dem Preis, den andere dafür bezahlt haben." Der Ausgleich besteht dann darin, dass die Demut zur Kraftquelle wird die mit den Opfern ebenbürtig macht und ihr Geben, dass ich "auf ihre Kosten" bekommen habe, nicht entwerte, sondern es trotz des hohen Preises annehme und an andere weitergebe.”

Die systemimmanenten Lösungsdynamiken funktionieren nach dem Ausgleichsprinzip und der Vorstellung von Gleichgewicht bei Schuld und Unschuld. Geben ist dabei häufig mit Unschuld, Nehmen mit Schuld konnotiert. Dies führt dazu, dass Menschen manchmal versuchen der Dynamik des Ausgleichs auszuweichen und unschuldig, nicht nehmend, durchs Leben zu gehen (Helferideal). Jedoch vermeiden sie bei diesem Ausweichen am sozialen Ausgleich teilzuhaben. Andererseits kann die Erfahrung des Nehmens (insbesondere die, die das Ordnungsprinzip achtet, z.B. Geben der Eltern und Nehmen durch die Kinder) eine Zufuhr von Kraft und Energie bewirken. Umgekehrt ist das Gefühl des Nehmens mit dem Gefühl des Dankens als Möglichkeit des Ausgleichs eng verbunden (Dank ist oft sogar die einzige Möglichkeit zum Ausgleich).

Weitere Kerngedanken in Hellingers Theoriekonzept

Die unterbrochene Hinbewegung

Wird die Erfahrung von Dankbarkeit als Möglichkeit des Ausgleichs durch Trennung oder Trauma in der Entwicklung an früher Stelle blockiert, spricht Hellinger von unterbrochener Hinbewegung. Neben der systemischen Verstrickung handelt es sich hier um das zweite Grundprinzip der Störung. Nicht danken zu können unterbricht die Hinbewegung zu den Eltern (insbesondere zur Mutter) und verhindert die vollständige Ausbildung der Fähigkeit des Kindes zu nehmen. In der therapeutischen Arbeit wird diese unterbrochene Hinbewegung (symbolisch) an ihr Ziel gebracht und dergestalt die Erfahrung der Liebe und das Gefühl des Danks vollendet.

Die Suche nach der Kraft

Hellinger sucht nach der Möglichkeit, Menschen aus der Position des Opfers und der Ohnmacht herauszuführen. Sein Konzept der Aufforderung, sich im Sinne der Ursprungsordnung gegenüber den Eltern demütig zu verhalten, geht in die gleiche Richtung: es verfolgt das Ziel der Ermöglichung einer eigenständigen autonomen Position: "Nur was wir lieben, gibt uns frei."

Denn was man ablehnt muss man dauernd im Blick behalten und kann es so nicht loslassen. Um in eine autonome Position zu gelangen und aus der Opferrolle auszusteigen, gilt es kraftvolle Beschreibungen und Lösungsbilder zu suchen und schwächende Konstellationen (Identifikationen, Nachfolgen etc.) zu unterbrechen. Hellinger arbeitet hier betont lösungsorientiert: "Viele Probleme entstehen durch ihre Beschreibung, und sie werden durch die wiederholte Beschreibung aufrechterhalten. Eine Beschreibung, die zur Abwertung führt, ist schon deswegen falsch. Die richtige Deutung, die hilft, ist immer ehrenwert."

Das Wahrheitsverständnis

Anders als im Konstruktivismus geht Hellinger nicht von der subjektiven Konstruierbarkeit von Wahrheit aus: "Wer konstruiert, ist immer daneben.” Andererseits vertritt Hellinger aber keineswegs die Alternative eines objektivistischen Verständnisses von Wahrheit sondern eher einen phänomenologischen Standpunkt, wonach Wahrheit quasi aus einer inneren Schau heraus entsteht und nur für den konkreten Augenblick selbst und für die daran konkret Beteiligten wahrnehmbar ist und dergestalt auch Gültigkeit besitzt: "Die Wahrheit, das Richtige, erscheint blitzartig, und zwar ganz kurz. Wenn ich irgendeinen Zweifel daran äußere... verschwindet die Wahrnehmung. ... Für mich ist die Wahrheit immer etwas Augenblickliches. ... Die Wahrheit ist nichts Festes."

Auch andere betonen Hellingers Nähe zur systemischen Erkenntnistheorie heraus: "Die Beobachterabhängigkeit der Wahrnehmung, die Erkenntnis, dass alles, was gesagt wird, von einem Beobachter gesagt wird, dass unabhängig von diesem ‚Wahrheit’ und ‚Objektivität’ nicht denkbar sind, all diese Überlegungen gehören in das Repertoire systemischer Erkenntnistheorie." (Von Schlippe und Schweitzer)

Hellinger selbst grenzt sich jedoch insofern davon ab, als er davon ausgeht, dass im Moment der Erkenntnis diese auch wahr sei, auch wenn diese Wahrheit nicht festzuhalten ist und sofort danach wieder verloren gehen kann. Insofern mutet Hellinger in seiner Arbeitsweise seinen Klienten oft drastische und konfrontierende Aussagen zu, die er - so der systemische Vorwurf an ihn – absolut setzt. Von einem Metastandpunkt aus könnte man dies aber auch als eine Utilisierung der Wirklichkeitskonstruktion („Wahr-Machen“) begreifen, ähnlich den „Ordeals“ von Jay Haley oder den Interventionen von Steve de Shazer.

Immer wiederkehrende Grundgedanken in Hellingers Aufstellungsprozessen

Jeder hat gleiches Recht auf Zugehörigkeit:

  • Innerhalb der Familie hat das ältere Kind Vorrang vor dem jüngeren, Eltern haben Vorrang vor Kindern

  • Zwischen Herkunfts- und Gegenwartsfamilie hat das spätere System Vorrang

  • Wer höheren Einsatz leistet, hat Vorrang vor demjenigen, der sich weniger einsetzt

Ablauf der Familienaufstellung

Aufstellungen erforschen, wie scheinbar problematische Emotionen, Verhaltensweisen und Symptome oft Resonanzen oder Wiederholungen von Emotionen, Verhaltensweisen und Krankheiten sind, die in vergangenen Generationen auftraten.

Unsere Abstammung ist der Ursprung unseres menschlichen Körpers. In ihr verbirgt sich ein komplexes Netz von Beziehungen, das sich auf alle erstreckt, von denen wir abstammen. Wir sind die Summe all dessen, was uns erschaffen hat, all des Guten und Schlechten, das jemals geschah.

In ihrer einfachsten Form beginnt eine Aufstellung mit einer Person, ihrem gewünschten Ergebnis oder ihrer Absicht und dem Widerstand (Blockade, Belastung oder Hemmung), der den Fortschritt behindert. Nach dem Einstimmen und dem Erkunden des Feldes nutzt der Aufstellungsleiter Repräsentanten, um das Familiensystem hinter der Person zu positionieren. Durch phänomenologisches Arbeiten und den Zugang zur Weisheit des Wissensfeldes wird die Aufstellung aufzeigen, wie der Widerstand eine fraktale Wiederholung oder ein Nachhallen einer Verletzung der Ordnung der Liebe ist.

  • Jemand, der zum System gehört, wurde von seinem rechtmäßigen Platz verdrängt.

  • Das Gleichgewicht von Geben und Nehmen in Beziehungen ist stark gestört.

  • Ein neueres Familienmitglied verstößt gegen die natürliche Hierarchie, indem es sich gezwungen fühlt, die Rolle eines Ersatzelternteils für einen Älteren zu übernehmen, dessen Werk zu vollenden, für Versäumtes zu büßen oder die Lebenden für Verbrechen Verstorbener zu bestrafen.

Einsichten die sich aus dem Prozess der Systemischen Arbeit im Feld ergeben:

AETHER |
Bewusstsein (Erkenntnisfeld) verbindet alles.

Die Quantentheorie legt nahe, dass Bewusstsein eine fundamentale Eigenschaft des Universums ist, die die physikalische Realität strukturiert. „Bewusstsein erschafft Leben, nicht umgekehrt.“ - Robert Lanza, Biozentrismus

Das menschliche Bewusstsein überdauert den Tod des Körpers, besteht auch nach dem physischen Tod fort und bleibt mit den Lebenden verbunden. Der Tod ist lediglich das Ende unserer Körperlichkeit. Ohne Körper sind wir weiterhin bewusste Wesen.

SYSTEM

Zusätzlich zu unserem individuellen Körper und unserer Identität gehört jeder Mensch einem Familiensystem an, das komplexe Rückkopplungsmechanismen nutzt, um die Stabilität einer Art über Generationen hinweg aufrechtzuerhalten. Obwohl diese Mechanismen nicht spürbar sind, hat Bert Hellinger, der Begründer der Familienaufstellungen, Wege aufgezeigt, wie ihre Auswirkungen interpretiert werden können.

ENTANGLEMENT |
Verstrickungen mit der Ahnenlinie.

Viele unserer rätselhaftesten, hartnäckigsten und schmerzhaftesten emotionalen, verhaltens- und beziehungsbezogenen Schwierigkeiten sind mit einem Vorfahren in unserer biologischen Linie verknüpft. Für diejenigen, die schwer gelitten haben, bringt der Tod keinen Frieden. Ein traumatisierter Mensch kann zu einem traumatisierten Vorfahren werden, dessen vergangenes Leid im Familiensystem fortwirkt.

Über Bewusstseinspfade, die Tote und Lebende verbinden, wird die Erinnerung an dieses Leid in der Epigenetik eines Nachkommen kodiert. Wir nennen dies eine Ahnenverflechtung.

METAPHYSICS AND SHAMANISM

Viele Aufsteller fühlen sich in den metaphysischen Raum des Schamanismus hineingezogen. Heinz Stark, ein Aufstellungsleiter der ersten Generation, identifizierte nach einer Begegnung mit dem Traumforscher Robert Moss vier Bereiche, in denen der Ansatz der Aufstellungen Parallelen zum Schamanischem (Kommunikation mit der beseelten Welt, grobmateriell und feinstofflich, subtil) aufwies.

  • Verlorene Teile (Seelenanteile) des Ganzen wiederzuerlangen.

  • Lebende und Tote in eine für beide Seiten zufriedenstellende Ordnung zu bringen.

  • Versöhnung im Dienste der Lebenden zu erreichen.

  • Den Toten Trost, Ehre und Anerkennung zu spenden.

ENERGETICS

GRAVITY & VERTICALITY |
Gravität & Vertikalität

Sprechen wir vom Bereich der Seele, des Seelenauftrags und der Seelenidentität, beziehen wir uns auf ein die Quelle unseres Bewusstseins und den Sinn des Lebens, individuell gestaltet. Hier erfährt sich der Mensch als immerwährendes Bewusstsein, Teil eines größeren Ganzen und doch individualisiert, aber über die Ereignishorizonte des Egos und der Summe der Prägungen hinausgehend. Jener Funke, jenes Bewusstsein, dass eintritt in die Inkarnation, und damit in das System der Familie und der horizontalen Bewegung des Lebensflusses, kann als Vertikalität bezeichnet werden. Es erfolgen Zeit-Raum-Unabhängig Impulse von Einsichten und Erkenntnisse die scheinbar keinen Bezug zur Vergangenheits-Zukunfts-Feld-Verknüpfung (horizontal) haben sondern aktuell und frisch im gegenwärtigen Moment erfahren werden. Gleichzeitg besteht hier eine Verbindung zum Größeren Ganzen oder der Quelle - und wir sprechen von Ausrichtung oder Alignement, um diese vertikalen Ströme offen zu halten und in Erfahrung zu bringen.

Der Eintritt in das verkörperte Lebens widerrum bringt den göttlichen Funken und die Seele in Kontakt mit dem Leben und seiner Ordnung, hier trifft Vertikalität auf horizontalen Fluss der immerwährende Strömung des Lebens. In diesem Fluss treffen wir auf auf Zyklen und polare Gegensätze, Wechselndes, Endliches, Wiederkehrendes in der Existenz und einen immerwährende Strom scheinbar horizontal verlaufender Kräfte. Strukturen erheben sich aus den Strömungen und werden zu begrenzten Systemen, die eine gewisse Mächtigkeit (Quantität an Energie) binden. Störungen im Strom wirken wie abgekoppelte Areale, in denen Energie gebunden wird und die eine eigenen Magnetismus entwickeln. Sowohl System an sich, aber insbesondere jene Störströme werden als Gravität oder Schwere gefühlt.

Die Alchemie der Bewussten Zuwendung richtet sich auf die Entkopplung und Integration jener Ströme, im Prinzip wird die fixierte Strukturhaftigkeit jener Bereiche in Bewegung gebracht - Man stelle sich eine Form vor, die in einen Fluss getaucht wird, so dass eine Verwirbelung entsteht. Gelingt es, die fixierte Strukturform aus dem Fluss zu heben oder sie aus dem fixierten Zustand zu befreien (Wandel), verliert sich die Verwirbelung und der Strom bewegt sich weiterhin gemäß seiner natürlichen Flusskraft. Die magnetische Gravität des Ereignisses verliert an Kraft.

„Alle Menschen haben drei Aspekte – den individuellen, den systemischen und das, was darüber hinausgeht,
ähnlich der Metapher eines Wassertropfens, der Welle und des Ozeans.“

~ Ursula Franke and Thomas Bryson

PHENOMENOLOGICAL STANCE |
PHÄNOMENOLOGIE

Die Konstellationslehre entstammt einer angesehenen Tradition: der phänomenologisch-existentiellen Psychologie. Ihre Ursprünge lassen sich über Philosophen und Psychologen wie Spinoza, Emerson, Thoreau, Kierkegaard, Brentano, Stumpf, Husserl, James, Jung, Heidegger, Assagioli, Merleau-Ponty, Buber, Satir und Maslow zurückverfolgen. Die phänomenologische Haltung und die systemische Perspektive – zusammen mit der Öffnung des Wahrnehmungsorgans – sind grundlegende Bausteine für den Zugang zu und die Navigation in Bereichen des nicht-alltäglichen Bewusstseins.

Die Phänomenologie befasst sich mit dem Erkennen tieferliegender Strukturen und deren Bedeutung. Hellinger erläuterte seine phänomenologische Position wie folgt: "Es gibt zwei innere Bewegungen, die zur Erkenntnis führen. Die eine strebt danach, das Unbekannte zu verstehen und zu beherrschen. Dies ist die wissenschaftliche Forschung. Die zweite Bewegung findet statt, wenn wir in unseren Bemühungen, das Unbekannte zu erfassen, innehalten und unsere Aufmerksamkeit nicht auf die Einzelheiten richten, die wir definieren können, sondern auf das größere Ganze."

Diese Unterscheidung zwischen diesen äußeren und inneren Wissensformen wird im Tao Te Ching gut beschrieben.

Tao Te Ching.

Man erweicht Ton, um ein Gefäß zu machen:
Gemäß seinem Nicht-sein ist des Gefäßes Gebrauch.
Man bricht Tür und Fenster aus, um ein Haus zu machen:
Gemäß ihrem Nicht-sein ist des Hauses Gebrauch.
Darum: Das Sein bewirkt den Nutzen,
Das Nicht-sein bewirkt den Gebrauch.

HEART ALCHEMY | NONLOCALITY

Das Organ der Wahrnehmung, des Wandels und der Alchemie ist das energetische Herz. Etwas, dass voll umfänglich mit dem Herzen erfasst wird, kann sich dem Wandel nicht entziehen. Das Herz erkennt alle Verbindungen und ist immer im Einklang mit den universalen Wirkkräften. Man könnte sagen, es ist die Messinstanz und beruft sich auf die fundamentale Eigenschaft der Natur der Quantenmechanik, den Observer-Effect, demnach eine physikalische Größe (Teilchen) nicht gleichzeitig Ort oder Impuls sein kann, und so wie die Beobachtung Überlagerung kollabieren lässt und das Beobachtete in einen konkreten Zustand überführt, wirkt dies auch in anderer Richtung, und konkreter Zustand wird in Welle überführt. Was wir „Teilchen“ nennen, wäre in der Sprache von Bewusstheit dann eher Knotenpunkte eines einzigen Ganzen, und die Trennung ist sekundär.

Weiterhin erweist sich das Phänomen der Nonlokalität als richtungsweisend. Nonlokalität - zwei verschränkte Teilchen sind so verbunden, dass eine Messung/Wahrnehmung am einen Teilchen sofort den Zustand des anderen festlegt – selbst wenn sie lichtjahreweit getrennt sind. Es ist „instantane Kommunikation und ein Hinweis darauf, dass Verbundenheit grundlegender ist als RaumZeit. So wird eine Einwirkung auf ein energetisches Gefüge zeitgleich auf das korrespondierende Gefüge übertragen und Wandel findet simultan statt. Es erübrigt sich damit die Frage: „Wann?“ ..ein Ereignis geschehen ist ..jene energetische Spur gelegt wurde ..etwas in Wandel gebracht wird - stattdessen liegt der Fokus im Phänomenologischen auf dem Auftauchen von Synchronizität, auf dem, was gleichzeitig geschieht.

INTENTION | ABSICHT

Intention oder Absicht als Impuls aus der Ebene des Feuerelement setzt die wohl größte Kraft in Gang, und beginnt jede Bewegung. Die eigentliche Frage hinter allem bleibt das WARUM? Ohne die Intention genau zu ergründen, erschließt sich keine eindeutige Bewegung und Orientierung im Feld geht verloren. Intention und Feuerelement stellen den Antrieb dar, geben den Anstoß. Daskolos, ein zypriotischer Heiler und Wahrheitssucher, betonte immer wieder: "Über allem sollte ein brennendes Warum stehen!" Eine Absicht, tief aus dem Herz und der Seele geboren, setzt Ungeheures in Gang. Eine Absicht zu bekunden ruft gleichzeitig auch alles hervor, was ihr entgegensteht - doch die Aktivierung des Widerstandes wird gleichsam der Schlüssel zur Erfüllung, so paradox dies auch klingt.

„Das Gegenteil reinigt uns für das, was sich am Ende behauptet.“ - Bert Hellinger

{In Dankbarkeit an alle, die mich gelehrt und geleitet haben und dies immer noch tun - j}

ORDNUNGEN DER LIEBE

BASISKONZEPTE DER ALCHEMISTISCHEN AUFSTELLUNG